Aquarium Beleuchtung

Aquarium Beleuchtung – Infos, Hintergründe und praktische Tipps

Eine gute Aquarium Beleuchtung dient dem Besitzer des Aquariums sowie den Pflanzen und Tieren, die sich darin befinden. Sie ist eine wesentliche Voraussetzung für das Wohlbefinden der Lebewesen, da sie für ein optimales Pflanzenwachstum sorgt. Dieser Artikel erklärt warum die richtige Beleuchtung so wichtig ist, welche Leuchtmittel es gibt und worauf bei der Einrichtung zu achten ist.

Zwei kleine Fische im Wasser

Warum Pflanzen und Fische das Licht benötigen

Für die Pflanzen ist das Licht eine wichtige Nahrungsquelle, da es den Prozess der Photosynthese in Gang setzt. Die Photosynthese ist ein natürlicher Prozess der Stoffumwandlung bei Pflanzen. Kohlendioxid und Wasser wird von den Pflanzen bei Einstrahlung von Licht in Glucose und Sauerstoff umgewandelt. Auf diese Weisen ist die Beleuchtung für die Pflanzen und Fische wichtig und es entsteht ein natürliches biologisches System. Weiterhin hat die Aquarium Beleuchtung den Vorteil, dass der Aquarianer in der Lage ist, seine Schützlinge besser zu beobachten.

Was bewirkt eine falsche Beleuchtung?

Die falsche Beleuchtung setzt Fische, Krebse und andere Bewohner des Aquariums unter Stress, da diese wie in der Natur wechselnde Lichtverhältnisse benötigen. Des Weiteren besitzen Fische keine Augenlider, sodass zu grelles Licht sie zusätzlich unter Stress setzt. Aus diesen Gründen sind Lichtmenge, Lichtdauer und Art der Aquarium Beleuchtung ein wichtiger Teil der Einrichtung.

Aquarium Beleuchtung bei Süßwasser- und Meerwasseraquarien

Clownfisch im Aquarium

Im Idealfall sind die Lichtverhältnisse im Aquarium gleich denen in der Natur, wofür sich eine Beleuchtung mit elektronischer Dimmung eignet. Auf diese Weise erleben die Pflanzen und Tiere ein ähnliches Wechselspiel von Licht und Schatten wie in der Natur. Folglich stehen sie weniger unter Stress als bei einem plötzlichen Einfall der gesamten Lichtmenge. Außerdem sollte das Licht an die Art des Aquariums angepasst werden. Süßwasseraquarien benötigen für ein gesundes Pflanzenwachstum einen ausgewogenen Mix aus den Lichtfarben Rot und Blau. Meerwasseraquarien benötigen stärkeres Licht, bei dem im Idealfall der blaue Anteil überwiegt.

Dauer der Beleuchtung: Wie lange sollte die Aquarium Beleuchtung eingeschaltet sein?

Dieses Thema wird unter Aquarianern regelmäßig diskutiert. Auf der einen Seite scheint die Sonne in vielen Gebieten 10-12 Stunden am Tag. Auf der anderen Seite treten längst nicht alle Strahlen tief ins Wasser ein, da die Sonne beim Auf- und Absteigen im Winkel zur Erde steht. Grundsätzlich hat sich aber eine Beleuchtungsdauer von acht bis zehn Stunden pro Tag bewährt, wobei manche Aquarianer eine Beleuchtungspause einbauen. Eine Veränderung der Beleuchtungsdauer erfolgt im Idealfall schrittweise und – wie in der Natur auch – in gleichbleibenden Zyklen. Auf diese Weise sind die Fische und Pflanzen in der Lage, sich auf die veränderten Bedingungen einzustellen. Empfehlen lässt es sich, die Beleuchtungslänge über eine Zeitschaltuhr zu regulieren, um Konstanz zu erreichen und ein möglichst natürliches Umfeld abzubilden.

Sonnenlicht oder Leuchtmittel zur Beleuchtung?

Fische am Grund des Beckens

Grundsätzlich gilt: Niemals ein Aquarium dem direkten Sonnenlicht aussetzen, da dies zu intensiv ist. Deswegen wählt der Aquarianer den Standort am besten sorgfältig aus, um viel Spaß an seinem Becken zu haben. Das bedeutet, es ist falsch, das Aquarium direkt ans Fenster zu stellen. Die Folgen wären zu heißes Wasser, in dem sich die Lebewesen nicht wohlfühlen und ein stark steigendes Pflanzenwachstum. Eine gute Aquarium Beleuchtung bietet optimale Farbabstimmung, Dauer und Lichtmenge bei effizientem Stromeinsatz. 

Das klassische Leuchtmittel sind Leuchtstoffröhren, die sich in der Abdeckung des Beckens befinden. Neben Leuchtstoffröhren verfügen Händler über HQI-Lampen, HQL-Lampen und LED Aquarium Beleuchtung.

Leuchtstoffröhren: Der Klassiker unter den Leuchtmitteln

Leuchtstoffröhren erhält der Aquarianer im Handel in unterschiedlichen Längen und Lichtfarben. Abhängig von der Anzahl der Röhren lassen sich verschiedene Lichtfarben kombinieren. Leuchtstoffröhren enthalten Quecksilber, das bei einem Defekt eine Gefahr für die Fische darstellt. Hierauf sollte bei der Verwendung, Platzierung und Sicherung der Röhren geachtet werden. Wichtig bei Leuchtstoffröhren ist, sie rechtzeitig auszutauschen. Wenn dies geschieht, steht der gesunden Entwicklung der Aquariumbewohner nichts im Wege.

HQI- und HQL-Lampen: Metall- und Quecksilberdampflampen 

HQI-Lampen finden vornehmlich in der Meerwasseraquaristik Anwendung aber sollten aufgrund ihrer Bauweise nur von Experten eingesetzt werden. HQL-Lampen haben eine ähnliche Funktionsweise wie Leuchtstoffröhren und sind hauptsächlich in den Wattstärken 80 und 125 verfügbar. HQL-Lampen überzeugen durch ein warmes Licht, das das Pflanzenwachstum stark unterstützt.

LED Aquarium Beleuchtung: Das moderne Leuchtmittel

Beispiel eines Panels einer LED Aquarium Beleuchtung

Viele Aquarianer statten ihre Becken heutzutage mit LED Aquarium Beleuchtung aus. Die LED-Technik hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt, sodass die Module eine Leistung aufweisen, die sie als Beleuchtung interessant macht. LEDs sind energieeffizienter als andere Leuchtmittel und haben den Vorteil der langen Lebensdauer. Außerdem bleibt eine LED Aquarium Beleuchtung in der Regel kühl und heizt sich nicht so stark auf wie andere Leuchtmittel. Inzwischen gibt es LEDs auch in unterschiedlichen Farben und sogar dimmbar. Der Nachteil einer Aquarium LED Beleuchtung ist aber die gegenüber anderen Lösungen niedrigere Lichtstärke. In der Regel eignen sich LED-Lampen daher eher für kleinere Becken. Allerdings entwickelt sich die Technik auf diesem Feld rasant weiter, sodass der tagesaktuelle Rat bei einem Fachgeschäft vor dem Kauf immer hilfreich ist.

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