Eckaquarium

Das Eckaquarium – Vorteile, Nachteile und wichtige Besonderheiten

Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen, Größen und Preisklassen, mit konvexer oder konkaver Scheibe und als Fünfeck: Eckaquarien. Optisch unbestreitbar eine anschauliche Alternative zum klassischen, rechteckigen Aquarium. Und eine fast schon unüberschaubare Vielzahl an Angeboten gibt es auf dem Markt ebenfalls. Doch worauf muss man achten, wenn man ein Eckaquarium kaufen möchte? Wo liegen die Unterschiede zu herkömmlichen, rechteckigen Modellen? Und was ist nun eigentlich besser?

Clownfisch im Aquarium

Die Größe macht’s: Der Größenvergleich von herkömmlichen und eckigen Modellen

Die Größe des Aquariums muss wie bei der rechteckigen Variante ebenfalls an den gewünschten Besatz angepasst werden. Für einen direkten Größenvergleich zwischen rechteckigem und eckigem Becken ist das Volumen in Litern maßgeblich, da die äußeren Abmessungen aus naheliegenden Gründen nicht einander gegenüber gestellt werden können. Gängige Eckaquarien verfügen über ein Volumen von 190l, 200l oder 350l. Ansonsten gibt es hier allerdings keine Unterschiede. Es gelten dieselben Größenrichtwerte für den Besatz wie bei anderen Becken mit einem einzigen Unterschied. Fische, die sich viel bewegen und deswegen recht hohe Beckenlängen benötigen, werden sich in einem Eckaquarium weniger wohl fühlen. Auch Tiere, die Reviere abstecken, können in einem Eckaquarium Probleme haben. Ihnen kann es durch die unvorteilhafte Form oder die bei einem fünfschenkligen Becken bereits gegebene Aufteilung schwer fallen, sich den Platz in adäquate Reviere aufzuteilen.

Gebogene Scheiben: Schön aber unpraktisch?

Auf den ersten Blick sehr ansprechend wirkt bei einem Eckaquarium oftmals die konvex oder konkav gebogenen Scheiben. Sie haben allerdings auch einen Nachteil: Sie lassen die Fische und Pflanzen dahinter kleiner oder größer wirken als in der Realität, je nach Biegung des Glases. Sie verzerren also den Blick in das Aquarium. Die Erfahrungen, was diesen Effekt angeht, gehen jedoch auseinander. Manche Menschen nehmen ihn sehr stark war, andere gar nicht. Außerdem ist nicht jede Frontscheibe an jedem Eckaquarium gleich stark gewölbt. Hinzu kommt: Je hochwertiger das Glas, desto geringer scheinbar auch die Verzerrung. Insbesondere wer gerne Bilder von seinen Fischen schießt, sollte diesen Effekt nicht auf die leichte Schulter nehmen. Das Modell seiner Wahl sollte vor dem Kauf im Einzelhandel unter die Lupe genommen werden – im besetzten Zustand, versteht sich.

Zwei Fische am Boden des Aquariums

Darüber hinaus ist der Umgang mit einem Klingenreiniger bei gebogenen Scheiben schwierig und kann zu Kratzern führen. Zum Glück gibt es hier ausreichend Alternativen wie Magnete, Schwämme oder Filterwatte, welche die Scheiben bei einem Eckaquarium genauso gut sauber und algenfrei bekommen wie bei rechteckigen Ausführungen. Die Ecken und vor allem der Filter können je nach Wölbung nach vorne – und damit absoluter Tiefe des Beckens – ebenfalls schwerer zu reinigen sein als bei rechteckigen Ausführungen. In den meisten Fällen wird bei einem eckigen Modell zur Reinigung daher ein Stuhl oder eine Leiter benötigt. Außerdem sollte bedacht werden, dass für einen sicheren Stand auch der Unterbau des Aquariums zur Form des Beckens passen muss. Wer sich keine eigenen Möbel bauen und auf eine nachträgliche Suche verzichten möchte, sollte deshalb direkt ein Eckaquarium mit Unterschrank kaufen.

Es werde Licht – Achtung vor dunklen Ecken

Vorsicht, wenn die Katze im Eckaquarium angeln will

Die Beleuchtung eines solchen Modells ist aufgrund der Form etwas schwieriger als bei herkömmlichen Varianten. Sind in dem Eckaquarium nur ein, zwei oder drei Längsröhren unter der Abdeckung angebracht, liegen die äußeren Ecken meist im Dunkeln. Angeraten sind also entweder Modelle mit ausgetüftelterer und bis in die Ecken reichender Beleuchtung, oder das Anbringen eigener Leuchtmittel. Dies ist beispielsweise möglich, wenn das Eckaquarium oben offen gelassen und geeignete Lampen darüber gehängt werden. Dies ist allerdings nur möglich, wenn dadurch keine Gefahr für die Fische entsteht, beispielsweise durch Katzen im Haushalt, die gerne einmal angeln würden. Es ist daher ratsam, gleich nach einem Becken zu suchen, das bis in die hinteren Ecken angemessen hell ist. Auch hier gilt: Das Aquarium zuvor mit Besatz im Einzelhandel oder bei Bekannten anschauen kann die Entscheidung erleichtern und einen Fehlkauf verhindern. Alternativ kann auch der Kauf von einem Aquarium Komplettset eine Hilfestellung leisten.

Unser Fazit

Ein Eckaquarium kann für jeden Raum eine Bereicherung sein, die alle Blicke auf sich zieht. Wer kein Problem mit leichten Verzerrungen durch die Wölbung bei Modellen mit gebogener Frontscheibe hat, hat nur mit wenigen Einschränkungen im Vergleich zu rechteckigen Aquarien zu rechnen. Die fünfeckige Ausführung umgeht das Problem mit der Verzerrung, bietet bei kleineren Becken aber auch noch weniger Platz für Fische, die Wert auf lange Schwimmstrecken legen. Außerdem weist sie mehr Silikonnähte auf, die nicht nur optisch störend sind, sondern auch potentielle Schwachstellen darstellen.

Im Grunde gilt bei einem Eckaquarium dasselbe wie bei anderen Becken: Das Becken muss zum Besatz passen, sowohl was Beleuchtung und Größe angeht, als auch die Länge für bewegungsfreudigere Fische. Es ist also keine von beiden Varianten – weder rechteckig noch Eckaquarium – besser als die andere. Am Ende ist es wohl doch eine Frage des Platzes in den eigenen vier Wänden und des persönlichen, individuellen Geschmacks, welches Modell es werden soll.

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